Elektronischer Rechtsverkehr und besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA)

In Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags gemäß § 31a BRAO hat die Bundesrechtsanwaltskammer für jedes im Gesamtverzeichnis (§ 31 BRAO) eingetragene Mitglied einer Rechtsanwaltskammer ein besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA) eingerichtet, über das in Zukunft die elektronische Kommunikation mit den Gerichten sowie mit anderen Rechtsanwälten und der Rechtsanwaltskammer abgewickelt wird.

Das Postfach steht allen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten seit 28.11.2016 zur Verfügung und ist unter https://www.bea-brak.de zu erreichen. Das beA für Syndikusrechtsanwälte wurde zum 27.11.2017 freigeschaltet.

Alle wichtigen Informationen zum beA und zum elektronischen Rechtsverkehr im Allgemeinen können Sie unter den nachgenannten Stichworten abrufen.

Passive beA-Nutzungspflicht seit 03.09.2018

Nach § 31a Abs. 6 BRAO ist jeder Inhaber eines besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (eigentlich schon) seit 01.01.2018 verpflichtet, die für dessen Nutzung erforderlichen technischen Einrichtungen vorzuhalten sowie Zustellungen und den Zugang von Mitteilungen über das beA zur Kenntnis zu nehmen (sog. passive Nutzungspflicht).

Wegen der Abschaltung des beA-Systems konnte die passive Nutzungspflicht aber bis 02.09.2018 nicht erfüllt werden. Seit der Wiederinbetriebnahme am 03.09.2018 gilt sie allerdings uneingeschränkt. Eine Testphase oder Karenzzeit ist nicht vorgesehen.

Weitere Infomationen finden Sie hier:

Eine Pflicht zur aktiven beA-Nutzung wird es streng genommen nicht geben. Denn das besondere elektronische Anwaltspostfach ist lediglich ein sicherer Übermittlungsweg von mehreren, die im Rahmen des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten verwendet werden können (so z.B. § 130a ZPO n.F.). Spätestens ab 01.01.2022 müssen Schriftsätze auf elektronischem Wege bei Gericht eingereicht werden.

Der beA Song