Rechtsreferendare

Auf dem Weg zum Volljuristen ist nach der Ersten Juristischen Staatsprüfung (Referendarexamen) ein etwa zweijähriger Vorbereitungsdienst, das sog. (Rechts-) Referendariat, zu absolvieren, der mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung (Assessorexamen) endet. Dort erlangen die Anwärter die Befähigung zum Richteramt (§ 5 Abs. 1 DRiG), die auch für die Tätigkeit als Rechtsanwalt (§ 4 S. 1 BRAO) bzw. Syndikusrechtsanwalt (§ 46a Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BRAO) qualifiziert.

Die Organisation und Durchführung des Referendariats obliegt in erster Linie der Justiz, die zur Gewährleistung einer hochwertigen Ausbildung auf die Mitwirkung der Anwaltschaft zurückgreift. Auch die Rechtsanwaltskammer Bamberg trägt ihren Teil dazu bei, indem sie im Rahmen des Einführungslehrgangs zur Rechtsanwaltspflichtstation und des Wahl(pflicht)fachs “Berufsfeld Anwaltschaft” geeignete Dozenten aus dem Kreis ihrer Mitglieder oder der Mitglieder anderer Kammern zur Verfügung stellt. Darüber hinaus engagieren sich Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowohl im schriftlichen als auch im mündlichen Teil des zweiten Staatsexamens als Prüfer.

Der nächste Einführungslehrgang zur Rechtsanwaltspflichtstation findet vom 03.04. bis 07.04.2017 in Bamberg, Würzburg und Bayreuth statt. Die genauen Termine können Sie hier herunterladen:

Die Termine des nächsten Kurses Berufsfeld Anwaltschaft (10.07. bis 27.07.2017) finden Sie hier:

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Berufsfeld Anwaltschaft 2017-II (113,02 KBytes)

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und zum Ablauf des Referendariats hat das Bayerische Staatsministerium der Justiz in seiner Broschüre „Referendarzeit in Bayern“ veröffentlicht. Diese steht hier zum Download zur Verfügung:

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Broschüre "Referendarzeit in Bayern" (2,07 MBytes)

Zudem darf auf die Internetseite des Ministeriums verwiesen werden.

Sozialversicherungspflicht von Zusatzvergütungen

Zusatzvergütungen, die von privaten Ausbildern – zum Beispiel Anwaltskanzleien – an Rechtsreferendare im Rahmen der Stationsausbildung, im Pflichtwahlpraktikum oder im Ergänzungsvorbereitungsdienst gezahlt werden, unterliegen nicht nur der Sozialversicherung, sondern auch der Anrechnung auf die Unterhaltsbeihilfe und sind deshalb anzeigepflichtig. Näheres kann dem nachfolgenden Informationsblatt eintnommen werden.

Das Bayerische Staatsministerium der Justiz hat nachfolgendes Formular entwickelt, das ab Herbst 2017 von privaten Ausbildungsstellen auszufüllen und der für die Zuweisung des Rechtsreferendars zuständigen Ausbildungsbehörde (Oberlandesgericht bzw. Regierung) zuzuleiten ist.

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Formular Freistellungsvereinbarung (100,84 KBytes)